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Möchten Sie mehr wissen? Wasser und
Kraft
Die Wasserkraft war entscheidend für alle Tätigkeiten
in Bergslagen während der geschichtlichen Zeit. Das Wasser war die
Antriebskraft für die Pumpen, Förderanlagen und betrieb auch
Balge und Hammer der Schmiede.
Die Kraft wurde mit Hilfe von Wasserrädern genutzt. Der Zugang von
Wasserkraft steuerte die Standortfestlegung der Unternehmen. Es ist jedoch
erstaunlich, wenn Sie bedenken, dass diese kleinen Gewässer der Grundstein
für große industrielle Anlagen waren.
Gestänge
Den Standort der Gruben konnte man mit Rücksicht auf das Vorhandensein
von Wasserkraft nicht steuern. Gestänge, die oft mehrere Kilometer
lang waren und Seilleitungen überführten deshalb die Treibkraft
der Wasserräder.
Die Elektrizität wurde Ende des 19.Jahrhundert entwickelt,
und die man aus den Gewässern gewinnen konnte nahm zu.
Die Erfindung des Dreifasensystems machte eine Kraftüberführung
über längere Strecken möglich. Die erste Dreifasenleitung
der Welt lieferte Strom an die Grube in Grängesberg.
In den Jahren um 1890 herum erhielten die Walzwerke Elektrizität,
von denen Hofors schon in den Jahren 1894-1895 das erste ganz elektrifizierte
Werk war. Danach war Holmes bruk an der Reihe, das ab 1899 Strom von Näs
erhielt. Genauso wie das große Eisenwerk in Sandviken, das ihren
Strom in Näs kaufte.
Die Kraft von Nedre Semla, Västanfors und Övre Semla wurde an
die Werke bei Fagersta, um u.a. ein neues großes Blockwalzwer bauen
zu können.
Wasser und Transport
Das Wasser spielte auch eine andere wesentliche Rolle, nämlich als
Transportstrasse. Viel später war es einfacher Waren auf Seen und
anderen fließen Gewässern zu transportieren als die oft undurchdringlichen
Wälder. Entweder machte man die Transporte per Schiff oder im Winter
mit dem Schlitten auf den Eisen. Es wurde immer gewöhnlicher zu versuchen,
Kanäle mit Schleusen zu bauen um zusammenhängende Seestraßen
zu erhalten. Im Bergslagen gibt es mehrere Kanäle. Der älteste
Kanal des Landes ist Norbäcks kanal der schon in den Jahren um 1630
herum angelegt wurde.
Strömsholms Kanal, der im Tal vom Kolbäckså
angelegt wurde, verband den See Barken und damit auch Dalarna mit dem
See Mälaren. Der Bergslags Kanal oder auch Filipstads Kanal genannt,
der Mitte des 19.Jahrhundert angelegt wurde führte nach Kristinehamn
und zum See Vänern. Die großen Verschiffungshäfen für
Produkte aus Bergslagen waren Krstinehamn und Borgåsund.
Der Strömsholms kanal
Schon ziemlich früh entstand der Gedanke einen Kanal mit „Wassertreppen“,
d.h. Schleusen im Wassersystem vom Kolbäckså zu bauen, um die
Transportprobleme der Werke zu lösen. Der Kanal wurde 1776-195 angelegt
und 1842-1860 ausgebaut. Er erstreckt sich zwischen dem See Mälaren
und dem nördlichen Ende vom See Barken und endet bei Smedjebacken.
Der Strömsholms Kanal war zusammen mit Göta Kanal
die wichtigste Wasserstraße in Schweden. Die 26 Schleusen sind 5,3
Meter breit und damit fast 2 Meter schmäler als die entsprechenden
Schleusen im Göta Kanal.
Der Niveauunterschied auf der 100 Kilometer langen Kanalstrecke, auf der
die Boote gehoben und gesenkt werden, ist 99,4 Meter. In Hallstahammar
ist der Niveauunterschied am größten, ganze 50 Meter. Bei Skantzslussen
in Hallstammar befindet sich der zentrale Punkt des Kanals. Hier wurden
die Schleusengebühren erhoben und hier stand die Wohnung des verantwortlichen
Mekanikus, die in den Jahren um 1790 herum gebaut wurde.
Das Trångfors –Kraftwerk,
Hallstahammar
Das Kraftwerk wurde von dem Unternehmen Hallstahammar AB 1898-1899 gebaut
laut Zeichnungen der Ingenieursfirma Qvist & Gjers in Arboga und wurde
später an das Unternehmen Metallverken in Västerås verkauft.
Das Kraftwerk wird heute von Vattenfall betrieben. Hier befindet sich
auch das einzige noch befindliche Stemmtor vom Strömsholms Kanal.
Das Lernbo-Kraftwerk, Smedjebacken
Das Kraftwerk bei Lernbo wurde in den Jahren 1898-1899 von Grängesbergbolaget
gebaut und man meinte bei der Einweihung, dass es das größte
Kraftwerk Schwedens ist. Das Werk wurde so gebaut, dass man von der Fallhöhe
zwischen den Seen Leran und Hillen größten Nutzen hatte.
Den letzten Teil der Strecke zum Kraftwerk wurde das Wasser auch heute
noch, in zwei großen Rohren aus Stahl transportiert. Dort wo die
Rohre ihren Anfang haben befinden sich zwei Stauschütze, die vom
Kraftwer aus elektrisch manövriert werden.
Das Kraftwerk wurde unter der Leitung des Architekten
Sigge Cronstedt in Etappen gebaut. 1899 gab es ein Rohr das zwei Generatoren
antrieb, 1903 war das zweite Rohr fertiggestellt und gleichzeitig kamen
zwei weitere Generatoren dazu. 1907 wurde der fünfte und letzte Generator
installiert. Mehrere kleinere Umbauten waren seitdem vorgeschlagen und
1944 wurde das ganze Kraftwerk umgebaut und neue größere Generatoren
installiert. Der sogenannte Schwallwasserturm von 1947, der auf Grund
der erhöhten Kapazität gebaut wurde, soll verhindern das die
Rohre bei einem plötzlichen Betriebsstop in den Turbinen gesprengt
werden.
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