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Möchten Sie mehr wissen? Eisen aus
Eisenerz
Im 12.Jahrhundert begann man Eisenerz aus dem Gestein zu
gewinnen. Man lernte wie das eisenhaltige Gestein aussah und konnte es
losbrechen indem man das brüchige Gestein erhitzte. Dies nannte man
Aufbereitung. Man arbeitete sich von der Erdoberfläche nach unten
in den Berg und folgte den Eisenadern in offnen Tagesbauen. Allmählich
begann mit der unterirdischen Gewinnung in Gänegn und Orten. Nachdem
man die Technik erfunden hatte zufließendes Wasser aus den Gruben
zu pumpen, konnte man tiefer in den Gruben arbeiten.
Der Herstellungsprozess wurde zusammen mit der Eisenerzgewinnung
entwickelt. Zuerst wurde das Erz in kleine Stücke zerschlagen, die
geröstet wurden um den Eisenhalt zu bewahren.
Das geröstete Eisenerz wurde dann zusammen mit viel Holzkohle und
etwas Kalk bei hoher Temperatur im Hochofen geschmolzen. Der Hochofen
wurde von der Beschickungsbühne gefüllt. Das geschmolzene Eisen
tropfte runter zum Boden im Hochofen. Man erhält dadurch einen hohen
Ertrag von Eisen, von dem fast gar nichts in der Schlacke landet, die
in einem schützenden Lager oberhalb des Eisenbades im Hochofen fließt.
Wie der Schachtofen hat der Hochofen ein Einblaseloch für
sauerstoffhaltige Luft am Boden. Dieser ist so gebaut, dass man das fließende
Eisen und die Schlacke seitwärts ablaufen lassen kann obwohl der
Hochofen in Betrieb ist.
Dies wird mehrere male am Tag gemacht. Der Prozess kann somit ohne Unterbrechung
Wochen und Monate fortlaufend fortgehen.
Das fließende Eisen erstarrte in Formen aus Sand zu
"Massel". Dieses Masseleisen war ein sprödes Gusseisen
mit hohem Kohlenstoff, ca. 2-4%, dass sich nicht für Schmiedesarbeiten
eignet. Das Masseleisen musste erst aufgefrischt und entkohlt werden um
schmiedbar zu sein.
Das Masseleisen wurde nochmals in speziellen Herden
oder Öfen in den Hammerwerken geschmolzen. Diese Art zu schmelzen
nennt man Auffrischung. Der Überschuss von Kohle wurde verbrannt
und das Eisen wurde dadurch sauber, weich und schmiedbar. Falls das Eisen
zuviel Kohlenstoff enthält, wird es sehr weich, ist der Kohlenstoff
jedoch etwas höher, um 0,5-1% erhält man härtbaren Stahl.
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