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Möchten Sie mehr wissen? Eisen aus
roter Erde und Sumpferz
Vor 2000 Jahren, zur Zeit der Geburt Christus, wurde das
Eisen aus feinkörnigem Sand oder Sumpferz hergestellt. Die rote Erde
wurde gesammelt und in metertiefen Löchern die mit Steinen und Lehm
abgedichtet waren, im Erdboden geschmolzen.
Diese Öfen wurden mit einem ordentlichen Feuer getrocknet und vorgewärmt.
Danach wurde dies mit Holzkohle gefüllt, dann wurde verbrannte rote
Erde oben darauf gelegt und mit Blasebalgen Luft durch ein Loch in der
Erde geblasen.
Zu Anfang wurde kräftig geblasen, dann aber vorsichtiger als man
sah, dass die rote Erde zusammensackte. Nach etlichen Stunden konnte man
einen porösen, glühenden Klumpen- vielleicht 10 kg schwer- aus
weichem Eisen aus der Schlacke herausheben, der mit einem Vorschlaghammer
auf einem Stein zu feinem schmiedbaren Eisen zusammengehämmert und
in mehrere kleine Teile aufgeteilt wurde. Danach wurde die Schlacke aus
dem Ofen genommen und aufs neue gefüllt.
Der Ertrag von Eisen von diesem Prozess ist ziemlich gering
– ein großer Teil löst sich in der Schlacke auf und geht
verloren – das gewonnene Eisen jedoch wird sauber und schmiedbar,
obwohl die rote Erde oft verschmutzt ist.
Diese Art, schmiedbares, weiches Eisen herzustellen kam an den Orten in
Schweden vor wo rote Erde oder Sumpferz zugänglich waren. Die Methode
wurde im nördlichen Teil der Provinz Dalarna bis in das 19.Jahrhundert
hinein angewendet, wo das Eisen sofort angewendet wurde um Gebrauchgegenstände
zu fertigen.
Reste von vielen dieser Öfen sind in Älvdalen und Särna
und im Ekomuseum auf Röda Jorden in Riddarhyttan und bei Dunshammar
außerhalb von Ängelsberg zu sehen.
Aus chemischem Gesichtspunkt gesehen ist die Roterde ungefähr
das Gleiche wie roter Rost. In gewissen Gesteinen kann das Eisen in sickerndem
Wasser. Eisenhaltiges Grundwasser hat einen deutlichen „Eisengschmack“.
Wenn dieses an die Oberfläche kommt und von Luft, Sauerstoff und
Bakterien beeinflusst wird, wird das Eisen umgewandelt. Es oxidiert von
zweiwertigem zu dreiwertigem Eisen, wird stabil und ist nicht länger
löslich, sondern wird als rostfarbener Schlamm gelagert. Dies ist
ein fortlaufender Prozess und kann in den aktuellen Gegenden entlang Mooren
und Gewässern beobachtet werden. Durch Hunderte von Jahren wurden
dicke Lager aus Roterde aufgebaut, nach der die unsere Vorväter,
ausgruben und verarbeiteten.
„Sumpfeien“ hat eine ähnliche Zusammensetzung
wir Mooreisen oder Roterde, jedoch eine andere Struktur. In gewissen Gebieten,
besonders in Südschweden, wird dieses als harte, bräunliche
Krusten oder Körner um kleine Steine auf dem Seeboden ausgefällt.
Im Winter wurde dieses Eisenerz geborgen indem man es aus den Eislöchern
heraufholte. In Småland machte im 19.Jahrhundert Versuche dieses
Eisenerz in Hochöfen zu schmelzen.
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