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Möchten Sie mehr wissen? Die Eisenwerke
Das einzelne schwedische Eisenwerk war in sich selber eine
Gemeinde, isoliert, zusammengehalten und geschlossen und mit vielen verschiedenen
Tätigkeiten in eigener Regie. In Bergslagen hat es viele Eisenwerke
gegeben, welche die Herstellung von dem wichtigen Stangeneisen gesteuert
und kontrolliert haben.
Die Gegenden, wo Eisenwerke gebaut worden sind, waren anfangs
dünn besiedelt. Der Zweck mit einem Werk war industrielle Tätigkeit
in großem Umfang in einer Zeit, wo Wege und Transportrouten schlecht
entwickelt waren. Die Eisenwerke mussten in jeder Beziehung selbstversorgend
sein. Das Eisenwerk musste eine Landwirtschaft in eigener Regie betreiben
um seine Angestellten mit Lebensmittel zu versorgen.
Holz für Bauzwecke und Schmiedearbeiten für Gebäude, Geräte
und Maschinen mussten Vorort hergestellt werden. Die Angestellten des
Werkes erhielten ihren Lohn „in Naturalien“, meistens in Form
von Lebensmitteln, das in Verträgen geregelt war. Die Schmiede in
den Werken wo Stangeneisen hergestellt wurde, gehörten zu einer angesehenen
Gruppe, mit gewissen Privilegien.
Die Versorgung mit Kohle für die Hammerschmieden war
wichtig für die Werke. Der Verbrauch von Kohle war gewaltig. Der
Werksbesitzer war deshalb fordernd gegenüber freien Bodenbesitzern
außerhalb der werkseigenen Domänen und versuchte mit allen
Mitteln die Kontrolle über den Wald und die Verkohlung zu bekommen.
Die freien Bauern sahen sich oft gezwungen ihre Freiheit
zu opfern um stattdessen als Kätner zum Werk zugehören und mit
einer Pacht ausgedrückt in einer jährlichen Menge Holzkohle.
In der Buchhaltung des Werks wurden diese Pachtkohlen in der Regel mit
einem niedrigen Preis notiert, während die Preise auf dem Markt höher
waren und von Saison zu Saison variieren sein konnten.
Die früheren Eisenwerke vom 17.Jahrhundert bauten ihre
Häuser wann und wo diese gebraucht wurden, aber ohne einen eigentlichen
architektonischen Plan. Die meisten Eisenwerke wurden im 18.Jahrhiundert
nach französischen Vorbildern angelegt. Eine komplette Werksanlage
umfasst eine geordnete Reihe Arbeiterwohnungen für wichtigste Gruppe,
die Schmiede. Diese waren zur der Zeit geräumige und solide Wohnungen
bestehend aus einem Zimmer und Küche. In respektabler Entfernung
von dieser „Werkstrasse“ im Park befindet sich ein schönes
Hauptgebäude mit Flügelgebäude und etwas seitlich von diesem
liegen die verschiedenen Wirtschaftsgebäude. Oft liegt das Hauptgebäude
so, dass die Vorderseite des Hauses sich in einer graden Linie zur Kirche
befindet. Der Besitz ist solide och schön, genauso wie man es von
den Arbeitern erwartete, die aufgefordert wurden Einigkeit und Respekt
zu zeigen.
Lärm, Schmutz und Rauch waren der Anlass, dass
die Hammerschmiede sich am besten auf einiger Entfernung befand. Besucht
man heute ein gut bewahrtes Eisenwerk, stellt man fest wie klein diese
Schmieden im Vergleich zur Werkstraße und dem pompösen Hauptgebäude.
Andererseits enthält heute ein Eisenwerk eine Halle von mehreren
Hundert Metern. Esa waren jedoch diese kleinen Schmieden die zum Wohlstand
beitrugen der sich heute in der gesammelten Hüttengemeinschaft spiegelt.
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