Besuchsziel: Skattlösberg / Luossastugan

Finnische Niederlassungen und Bauernhöfe. Freilichtmuseum.


Öffnungszeiten:
Das Luossahäuschen ist geöffnet
15.Mai-31.August, täglich 11-17 mit der
singenden Fremdenführer. Eintritt 30 kr.
Tag mit historisches Mittagessen 3.Juli um
18.30 Uhr. Die Dan Anderssonwoche
25.Jul-2.Aug. Für Auskunft und Führung
wenden Sie sich bitte an das Auskunftsbüro
+46 (0)240-860 50 oder:
Ludvika & Smedjebacken.

Musik, Poesie, Singen, Dan Andersson, Finnische dorf

Das Dorf Skattlösberg nennt man im Allgemeinen „ Hauptstadt der Finnengegend“ und besteht aus zehn Höfen die auf einer Höhe liegen. Die Bebauung und Platzierung dieser Höfe sind typisch für die Finnengegend. Am meisten breiteten sie sich aus in den Jahren um 1850 herum aus. Danach ließ man Teile der Gegend zuwachsen. Heute wird Landschaftspflege betrieben um diese offen zu halten.

Die Finnen brauchten die altertümliche Schwendewirtschaft, was zur Folge hatte, dass man den Wald in einem Gebiet abholzte und das Holz im Sommer trocknen ließ. Anfang August machte man Feuer auf dem Schwendeland. Nachdem der Boden ein Jahr lang nicht benutzt wurde, säte man Herbstroggen in die Asche. Die gebrannte Erde war nun nahrungsreich und gab gute Ernten. Nach zweimaligen Säen, wurde der Boden zur Weide bearbeitet und neue Waldgebiete wurden geschwendet.

Die Finnen bewahrten ihre Kultur eine lange Zeit. Im Openair-Museum Finngammelgården befindet sich ein altertümliches Wohnhaus, ein Rauchstubenhaus von 1871. Dominierend im Gebäude ist der große Ofen ohne Rauchausgang. Der Rauch wurde durch ein Loch in der Decke abgelassen. Mit der Zeit wurden die Finnen von der schwedischen Kultur beeinflusst.
Eine „svenskstuga“ (kleines Schwedenhaus) ist ein Rauchstubenhaus ( pörte), das mit einem Schornstein und vielleicht mit einem Fenster versehen ist.

Auf Grund der Entwicklung des weitgestreckten Bergbaus, nahm der Mangel an Holz zu. Die Behörden versuchten deshalb Ende des 17. Jahrhunderts die Schwendewirtschaft zu verbieten. In der Finnengegend zwang man viele der Einwohner Holzkohle für die Werke herzustellen. Auf dem Finngammelgården befindet auch eine Kohlenmeile, die man sich im Querschnitt ansehen kann.

Das Dorf Skattlösberg ist durch Dan Andersson bekannt geworden, der hier 1888 in der jetzt abgebrannten Schule geboren wurde und dessen Vater Schullehrer im Dorf war. An der Einfahrt zum Dorf steht ein Gedenkstein an dieser Stelle. Der Vater beendete seine Arbeit als Schullehrer 1905 und entschloss sich für ein neues Leben im Dorf Mårtens 10 km entfernt in nördliche Richtung. Das neue Heim wurde eine Pachtkate die er mieten konnte, wenn er sich verpflichtete das Eisenwerk mit Holzkohle zu versorgen. Hier versuchte Dan Andersson sein Leben als Köhler zu leben, was auch in seinen Gedichten zu lesen steht.

Das Leben in der Kate war nicht, wie er es sich vorgestellt hatte, und so zog die Familie 1912 zurück nach Skattlösberg in das ehemalige Heim Luossastugan. Hier schrieb Dan Andersson sein erstes bedeutsames Werk, Köhlergeschichten, und die meisten der Köhlerwächterlieder. Die Gedichte von Dan Andersson sind vertont worden und als Lieder sehr beliebt. Es war ihm nicht vergönnt den großen Durchbruch selber zu erleben. Der Dichter starb 1920 durch ein Unglück im Alter von 32 Jahren.





































































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