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Besuchsziel: Insel, Wasser, See, Öl, Kulturgeschichte, Fabrikanlage, Museum Die älteste bewahrte Erdölraffinerie der Welt soll
angeblich diese alte Ölfabrik auf der Insel Barrön im See Åmänningen
sein, auch Ölinsel genannt. Die Fabrik wurde 1875 von Per August Åhlund gebaut. Da die Brand- und Explosionsgefahr groß war, war die Lage auf der Insel eine bewusste Platzierung. Er hatte einige Jahre vorher eine Anlage nördlich vom Eisenwerk am See Snyten gebaut, die durch einen Blitzschlag völlig abbrannte. Es wird erzählt, dass der ganze See damals in hellen Flammen stand. Ålund importierte Rohöle aus den USA, Fette und Tag aus Russland, und Teer von Galizien nördlich der Karpaten. Die Rohwaren wurden mit einem Erzkahn den Strömsholm Kanal aufwärts transportiert. Ursprünglich war Åhlund Landwirt. Es ist unbekannt warum er sich mit der Raffinierung von Erdöl befasste, ebenso woher er seine Fachkenntnisse hatte. 1874 lud er zum Zeichnen von Aktien ein, weil er nach sieben Jahren des Experimentierens eine neue Methode für die Destillation fand. 1876 bekam er die Genehmigung 1000 Fass pro Jahr herzustellen. Die Fabrik fasste zwölf Retorte für Destillierung, Paraffinpresse, Dampfkesselzentrale und Magazin. Die Kapazität wurde auf 1500 Fass pro Jahr erhöht. Die Raffinierung von Erdöl wurde 1902 beendet, die Herstellung von Schmierölen und Fetten wurde jedoch bis 1927 fortgesetzt. Die Arbeit in der Fabrik war nicht ungefährlich, aber keine ernstlichen Unglücke sind bekannt geworden. Unter den Arbeitern gab es Tischler, Maschinisten, Petroleumwäscher und Fabrikarbeiter. In den Jahren um 1890 herum wohnten acht Familien und ein paar Junggesellen auf der Insel. Eine Arbeiterkaserne ist bewahrt worden. Will man die Insel besuchen, fährt man mit dem Schiff von Hafen in Ängelsberg. Führungen außer den im Sommer angegebenen Zeiten werden im Auskunftsbüro in Fagersta gebucht.
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