Besuchsziel:

Oljeön
Die älteste Ölraffinerie der Welt.


Öffnungszeiten:
Tägliche Führungen im Sommer.
Abfahrt mit dem Schiff von
der Brücke am Bahnhof Ängelsberg. Kombikarte Engelsberg Eisenwerk u. Ölinsel.
Besuchszentrum Bahnhof Ängelsberg,
+46 (0)223-444 64.
Auskunft auch im Lilla Slaggarboden bei dem Welterbe Engelsberg +46 (0)223-300 35.
Auskunftsbüro in Fagersta +46 (0)223-131 00.
Auskunft im Auskunftsbüro in: Fagersta.


Insel, Wasser, See, Öl, Kulturgeschichte, Fabrikanlage, Museum

Die älteste bewahrte Erdölraffinerie der Welt soll angeblich diese alte Ölfabrik auf der Insel Barrön im See Åmänningen sein, auch Ölinsel genannt.

Die älteste Erdölraffinerie sah das Tageslicht 1859, als der Amerikaner Edwin Drake durch Bohrungen große Mengen Öl aus der Erde holte. Die Erdölpreise sanken dramatisch und die Raffinerien nahmen in der Anzahl zu. Leuchtöle, besonders Petroleum ermöglichten neue Lichtquellen.

Die Fabrik wurde 1875 von Per August Åhlund gebaut. Da die Brand- und Explosionsgefahr groß war, war die Lage auf der Insel eine bewusste Platzierung. Er hatte einige Jahre vorher eine Anlage nördlich vom Eisenwerk am See Snyten gebaut, die durch einen Blitzschlag völlig abbrannte. Es wird erzählt, dass der ganze See damals in hellen Flammen stand. Ålund importierte Rohöle aus den USA, Fette und Tag aus Russland, und Teer von Galizien nördlich der Karpaten. Die Rohwaren wurden mit einem Erzkahn den Strömsholm Kanal aufwärts transportiert.

Ursprünglich war Åhlund Landwirt. Es ist unbekannt warum er sich mit der Raffinierung von Erdöl befasste, ebenso woher er seine Fachkenntnisse hatte. 1874 lud er zum Zeichnen von Aktien ein, weil er nach sieben Jahren des Experimentierens eine neue Methode für die Destillation fand. 1876 bekam er die Genehmigung 1000 Fass pro Jahr herzustellen. Die Fabrik fasste zwölf Retorte für Destillierung, Paraffinpresse, Dampfkesselzentrale und Magazin. Die Kapazität wurde auf 1500 Fass pro Jahr erhöht. Die Raffinierung von Erdöl wurde 1902 beendet, die Herstellung von Schmierölen und Fetten wurde jedoch bis 1927 fortgesetzt.

Die Arbeit in der Fabrik war nicht ungefährlich, aber keine ernstlichen Unglücke sind bekannt geworden. Unter den Arbeitern gab es Tischler, Maschinisten, Petroleumwäscher und Fabrikarbeiter. In den Jahren um 1890 herum wohnten acht Familien und ein paar Junggesellen auf der Insel. Eine Arbeiterkaserne ist bewahrt worden. Will man die Insel besuchen, fährt man mit dem Schiff von Hafen in Ängelsberg. Führungen außer den im Sommer angegebenen Zeiten werden im Auskunftsbüro in Fagersta gebucht.






































































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