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Besuchsziel: Lancashire-Schmiede, Wasserrad, Walzwerk, Zänghammer, Kohlhaus Das Eisenwerk Karmansbo ist die einer der am besten bewahrten
und zusammenhängenden Werkgelände. Hierzu gehört ein Herrenhaus,
Arbeiterwohnungen, Schmiede und Werkbüro. Das Werk Karmansbo ( der
Name stammt vom dem mittelalterlichen männlichen Namen Karlman) hieß
früher eigentlich Fröhlischhammar, nach dem Gründer des
Werks anfangs des 17.Jahrhunderts. 1855 wurde Johan Gustav Schwan der
Eigentümer. Er machte den Betrieb leistungsfähiger und viele
der kleinen Schmieden entlang dem Hedströmmen wurden zu einer größeren
Schmiede bei Karmansbo verbunden. 1881 wurde das Unternehmen in eine Aktiengesellschaft
umgebildet. In den Lancashireöfen des Eisenwerks, die restauriert worden sind, wurde das Masseleisen nochmals geschmolzen. Durch diese Bearbeitung stellten die Schmiede ein erstklassiges Eisen her, das sich besonders für die Herstellung von Geräten eignete, die in die ganze Welt verkauft wurden. Karmansbo ist eine lebendige Ortschaft. Man verlangte auch große Arbeitseinsätze außerhalb der Schmiede, wie z. die Herstellung von Holzkohle und Transporte von und zum Eisenwerk. Hier gibt es außerdem eine Ziegelei, ein Sägewerk und die Landwirtschaft. Die Tätigkeiten wurden bis 1958 betrieben. Während des großen Frühjahrshochwassers wurden große Teile der Schmiede zerstört. Man glaubte nicht das diese noch zu bewahren waren. Entgegen aller Odds konnte sowohl das Gebäude als auch die Maschinerie restauriert werden. Heute kann man den modernisierten Zänghammer, der 7,5 t wiegt wieder hören. Man hat das Wasserrad rekonstruiert, das Walzwerk und die Gebläsemaschine sind in Betrieb. Alles dieses macht Karmansbo zu einer lebendigen Werkanlage. Oberhalb der Schmiede befindet sich eine Schmiedwohnung eingerichtet in der Jahrhundertwende, die für Besuche geöffnet ist. Das prächtige Herrenhaus von 1759 ist heute ein Konferenzhotel und bietet viele Aktivitäten. Im Sommer kann man hier Bed & Breakfast und einfache Mittagsessen bekommen. Im Juli jeden Sommer findet hier in der Schmiede in Karmansbo der „Tag des Eisens statt“. An diesem Tag werden die Lancashireöfen gezündet, die Eisenmassel geschmolzen, das Wasserrad, der Zänghammer und das Walzwerk in Betrieb genommen und Stabeisen hergestellt.
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