Besuchsziel:

Dunshammar
1500-jährige Gebläseöfen mit kleines museum.


Öffnungszeiten:
Besuch auf eigene Faust.
Gut beschildert. Für Auskunft
und Führung wenden Sie sich an
das Auskunftsbüro
+46 (0)223-131 00.
Auskunft im Auskunftsbüro in: Fagersta.

Eisenerz vom See, Tiefofen, Balgebläse, C14, 4.Jahrhundert

Die Gebläseöfen in Dunshammar, 2 km südlich von Ängelsberg, sind das älteste Glied einer 1500-jährigen Tradition der Eisenherstellung in dieser Gegend. Die Öfen sind gut bewahrt. Der Platz ist einer der wenigen, wo man die Gebläseöfen in ihrem richtigen Umfeld sehen kann. Entlang den Buchten an der östlichen Seite vom See Åmänningen gab es während der Eisenzeit mehrere Gebläseöfen. Die Siedlungen befanden sich etwas weiter vom Strand und in der Gegend um die Kirche in Västervåla herum und in Virsbo 8 km in südliche Richtung, fand man Gräber aus der Eisenzeit.

Der Gebläseofen ist ein Tiefofen mit einem Balggebläse für Zufuhr von Luft. Der Ofen wurde aus Stein aufgebaut und mit Lehm abgedichtet. Das Sumpferz holte man aus dem Seeboden, von Schiffen oder Flößen während des Sommers und aus Löchern im Eis im Winter. Dieses war eisenreich, das Eisenoxidgehalt betrug ungefähr 60%. Es enthielt aber Phosphor welches das Eisen hart und spröde machte. Nachdem das Sumpferz aus dem See gewonnnen war, wurde es geröstet um Wasser und organisches Material zu entfernen. Die Temperatur im Ofen konnte beim Ausblasen ungefähr 1100 º C erreichen. Die Schlacke floss nach unten und legte sich auf den Boden des Ofens, das Eisen sinterte sich zu einem Klumpen auf der Schlacke. Durch die niedrige Temperatur erhielt das Eisen einen niedrigeren Kohlegehalt und war aus dem Ofen sofort schmiedbar. Der größte Teil des Phosphors verschwand mit der Schlacke.

1969-1970 und 1985 machte man archäologische Ausgrabungen auf diesem Platz. Die Öfen wurden mit Hilfe der C14-Methode zurück zum 4.Jahrhundert und 5.Jahrhundert datiert. Die Archäologen haben Berechnungen gemacht wie viel Eisen während Hunderte von Jahren in den Öfen hergestellt worden ist und sind zum Ergebnis 6-7 t gekommen.

Außer den zwei gut bewahrten Öfen befinden sich hier eine Bekohlungsgrube und drei große Schlackenhalden. Um die Öfen herum sieht man Löcher die davon zeugen, dass diese durch Lehmgruben entstanden als man die Schächte baute. Bei den Gebläseöfen hat der Heimatverein in Västervåla ein kleines Museum gebaut, in dem man den Herstellungsprozess in Text und Bild zeigt.


































































Stiftelsen Ekomuseum Bergslagen
Nils Nils gata 7 | 771 53 LUDVIKA
Tel +46 (0)240 66 30 82 | Fax +46 (0)240 748 60
info@ekomuseum.se